Zyklonabscheider

Mein kleiner Werkstattsauger hat nur ein sehr begrenztes Fassungsvermögen, bei größeren Projekten muss daher zwischendurch immer mal wieder geleert werden. Außerdem lässt die Saugleistung immer mehr nach, je voller der Behälter ist.

Mit einem Zyklonabscheider erhält man mehrere Vorteile:

  • Das Fassungsvermögen wird erheblich erweitert
  • Man hat praktisch immer die volle Saugleistung, da im Staubsaugerbehälter so gut wie nichts mehr ankommt

Nachteil: Das Fass belegt zusätzlichen Platz in der Werkstatt, die ohnehin immer zu klein ist.

Alle verwendeten Rohr-Anschlüsse sind Standardware aus dem Sanitärbereich. Das Kunststofffass ist ein 60-Liter Fass für Flüssigkeiten, sowas wird öfter mal in der e-Bucht angeboten. Wichtig ist, dass es rund ist und mit einem Deckel dicht verschlossen werden kann. Stabil muss es auch sein, sonst wird es eingedrückt, wenn der Saugschlauch mal verstopft ist.

Alle Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern.

  • Das Prinzip: Ein rundes Kunststofffass erhält mittig im Deckel einen Anschluss für den Sauger. Der Anschluss für den Maschinen-Saugschlauch wird an der Seite über einen 90-Grad Rohrbogen eingeführt. Der Luftstrom wird dadurch abgelenkt und in der Tonne in Rotation versetzt (Zyklon-Prinzip). Die Späne rotieren dabei durch die Fliehkraft an der Tonnenwand entlang, werden abgebremst und fallen auf den Boden der Tonne. Im Staubsauger selbst kommt so gut wie nichts mehr an.
  • Der Tonnendeckel erhält zur Verstärkung zwei Multiplex-Scheiben. In die Mitte eine Öffnung für den Sauganschluss (Saugerseite).
  • In die Seite des Fasses wird ein Abflussrohr-Bogen eingesetzt und mit einer Schelle befestigt.
  • Mit ein paar Lagen Klebeband habe ich den Durchmesser an meinen Saugschlauch-Anschluss angepasst.
  • Der Anschluss auf der Saugerseite
  • So sieht das Ganze dann fertig aus
  • Ein erster Testlauf mit Oberfräse und Kreissäge. Die Späne sammeln sich in der Tonne ...
  • ... und im Staubsauger kommt kaum noch was an.