Alte Hobelbank aufarbeiten

Bei der Auflösung eines Schreinereibetriebes konnte ich günstig eine alte Hobelbank erwerben. Ein wahres Monstrum mit 2,40m Länge. Nach jahrelangem betrieblichen Einsatz sahen die Oberfläche und auch die Spannzangen natürlich entsprechend aus und ich habe erst überlegt, ob ich mir so ein vergammeltes Teil wirklich in meine Werkstatt stellen soll. Nachdem ich dann aber gesehen habe, was vernünftige Hobelbänke in dieser Größe kosten, habe ich dann doch zugeschlagen.

Zunächst habe ich das Untergestell abgeschliffen und Vorder- und Hinterzange komplett zerlegt. Die Spindeln waren mit einem Gemisch aus altem Maschinenfett und Holzstaub verstopft und entsprechend schwergängig. Nachdem ich alles gereinigt, entfettet und neu geschmiert hatte, liefen die Spindeln wieder einwandfrei.

Jetzt sollte die Arbeitsplatte noch restauriert werden. Simples Abschleifen hätte bei dem Zustand der Oberfläche nicht wirklich viel gebracht, deshalb habe ich mich entschlossen, von der kompletten Oberfläche etwa 3mm abzufräsen.

 

  • An der Vorder- und Rückseite der Arbeitsplatte wurden zwei Alu-Richtlatten mit Schraubzwingen befestigt und ausgerichtet.
  • Die Hinterzange bleibt montiert, um deren Oberfläche gleich mit abzurichten.
  • Aus ein paar Restholzbrettern wird ein U-förmiger Kasten gebaut, der auf den beiden Alu-Richtlatten läuft. In dem Kasten wird die Oberfräse vor und zurück geschoben, um die Arbeitsplattenoberfläche abzufräsen.
  • Los geht's...
  • Die Hälfte ist geschafft.
  • vorher / nachher :-)
  • Etwa eine Stunde später ist die komplette Arbeitsfläche abgefräst.
  • Die Vorderzange wurde wieder montiert und die Oberseite ebenfalls bündig mit der Arbeitsfläche gefräst.
  • Hinterzange
  • Vorderzange
  • Jetzt fehlt nur noch die Oberflächenbehandlung.
  • Einige Tage später ist sie fertig.
    2x Hartöl mit Zwischenschliff und 2 neue Zangenschlüssel.